Indikation für Meniskusresektion

Eine aktuelle Studie, die letzte Woche in der Zeitschrift für Orthopädie veröffentlicht wurde, bestätigt meine Zurückhaltung bei der Indikationsstellung zur Arthroskopie.

3165 Probanden mit Knieschmerzen wurden nach dem Zufallsprinzip operiert bzw. nicht operiert. Nur diejenigen, die tatsächlich einen Menikusriß hatten, profitierten von der Operation. Die anderen, die keinen Meniskusriss hatten und operiert wurden, hatten – wie die nicht operierte Gruppe –  eine mäßige Beschwerdeverbesserung.

Ähnliche Ergebnisse hatte bereits 2003 Mosley, der arthroskopische Scheinoperationen durchführte.

Desgleichen ist in der aktuellen Praxisdepesche zu lesen: bei Männern ohne Kniebeschwerden liegen zu 32% Meniskusrisse vor. Bei Männern über 70 Jahre liegen sogar 56% asymptomatische Meniskusrisse vor.

 

Für mich ist es wichtig anhand der klinischen Untersuchung, der Anamnese und einigen speziellen Fragen im Vorfeld die Patienten zu erkennen, die von der Operation profitieren werden.

Des Weiteren ist es mir wichtig in der Nachbehandlung unter Berücksichtung der Gesetze der funktionellen Biomechanik ein optimales Ergebnis zu erzielen.