Bänder des Kniegelenks

Es gibt vier Hauptbänder im Knie:

  • das Innere Seitenband
  • das Äußere Seitenband
  • das Vordere Kreuzband
  • das Hintere Kreuzband

 

Das Knie wird von diesen vier Bändern gesichert, im Gegensatz zum Hüftgelenk, das Knöchern, und dem Schultergelenk, das durch Muskeln gesichert wird. Die Seitenbänder sind für die seitliche Stabilität verantwortlich, in Beugung sind sie entspannt und in Streckung angespannt. In der Streckstellung sorgen die Bänder vor allem für Stabilität im Knie. Sie sorgen dafür, dass das Standbein nicht seitlich einknickt. Das innere Seitenband entspringt am inneren Oberschenkelknorren, zieht breitflächig schräg nach vorne unten und setzt fächerförmig ca. 7-8 cm unterhalb des Gelenkspaltes an der Innenseite des Schienbeins an. Es ist am Innenmeniskus und an der Gelenkkapsel, mit tiefen bindegewebigen Fasern befestigt. Das äußere Seitenband kann man als Band durch Tasten spüren, es ist ein bleistiftstarker Strang. Das äußere Seitenband entspringt am äußeren Oberschenkelknorren und verläuft schräg nach unten hinten zum Wadenbeinköpfchen. Das äußere Seitenband hat keine Verbindung mit der Gelenkkapsel. Die Kreuzbänder sorgen dafür, dass das Knie nicht hin- und hergleitet wie eine Schublade. Sie sorgen auch dafür, dass die Einwärtsdrehung des Unterschenkels begrenzt bleibt. Die Auswärtsdrehung wird allerdings nicht beeinflusst. Das vordere Kreuzband verläuft von der Innenseite des äußeren Oberschenkelknochens schräg nach vorne unten, wo es an der knöchernen Erhebung zwischen der äußeren und der inneren Schienbeingelenkfläche ansetzt. Das vordere Kreuzband hat die Aufgabe das Knie in jeder Beugestellung zu sichern und zu stabilisieren. Es sorgt auch dafür, dass das Schienbein gegenüber dem Oberschenkel nicht nach vorne verschoben wird. Das hintere Kreuzband entspringt von der Innenseite des inneren Gelenkknorrens des Oberschenkels und zieht dann schräg nach hinten seitlich zur knöchernen Erhebung der Schienbeingelenkfläche sowie zur Schienbeinhinterkante. Das hintere Kreuzband sorgt dafür, dass das Schienbein nicht nach hinten verschoben wird. Es ist der Hauptstabilisator des Knies in Beugestellung.

Verletzungen Behandlung der Kniebänder

Man kann sich die Außenbänder sehr leicht verletzten, oft reicht schon ein Tritt gegen die Außenseite des Knies oder gegen die Außenseite des Schienbeins, dabei können die Bänder gezerrt werden oder sogar reißen. Die Außenbänder können auch bei einer Verdrehung des Knies verletzt werden, hierbei überschreiten die von außen wirkenden Kräfte die Widerstandsfähigkeit der Außenbänder des Knies, und die Bänder reißen. Daraus folgen Schmerzen an der Innenseite des Knies und Blutergüsse am Knie. Durch immer wiederkehrende Überlastungen kann es zu Schäden am Innenband kommen, besonders häufig tritt das bei Brustschwimmern auf, durch ihren Beinschlag „stressen“ sie ihr Innenband. Dadurch, dass das Innenband eine anatomische Beziehung zum Innenmeniskus hat, ziehen solche Verletzungen meistens einen Meniskusriss mit sich. Man muss die Innenband nur dann operativ Behandeln wenn das Innenband aus dem Knochen ausgerissen ist und wieder angeheftet werden muss. Verletzungen der Kreuzbänder entstehen meistens bei Verdrehung des Knies. Dabei zerreisen fast immer das vordere oder das hintere Kreuzband, oft in Verbindung mit Verletzungen eines Meniskus und eines Seitenbandes. Die Operation eines Kreuzbandrisses war bis vor ein paar Jahren immer noch umstritten, heutzutage wird die Operation von Chirurgen favorisiert. Bei einem Kreuzbandriss wird eine Kreuzbandplastik eingesetzt, diese besteht heutzutage aus einem anderen Band das gefaltet wird und dann eingesetzt. Ein starker Schutz gegen Kreuzbandrisse ist eine gut trainierte Oberschenkelmuskulatur.