Achillodynie, Achillessehnenruptur, Muskelfaserriss

Diese Beschwerde- und Krankheitsbilder treten bei normaler körperlicher Belastung und bei Menschen mit örtlichen Überbelastungen auf.

Achillodynie beschreibt Schmerzen um die Achillessehne, welche belastungsabhängig zunehmen. Eine Spätfolge der lang bestehenden Achillodynie ist eine Achillessehnenruptur, sofern die Warnsymptome (Mukselfaserrisse und Mikrorisse der Achillessehne) nicht wahrgenommen wurden.

Warnsymptome sind dehnungsabhängige Schmerzen der Wadenmuskulatur, Muskelfaserrisse der Wade beim schnellen Antreten, Achillessehnenschmerzen als Folge von Mikrorissen. Der erhöhte Tonus der Wadenmuskulatur, der meist Folge einer zu hohen Beanspruchung ist (Alltags- und Sportbelastungen), lässt den Muskel nicht seine volle Kraft und Dehnbarkeit entfalten. Durch rasche Kontraktionen, z. B. beim Start eines Sprinters oder eines Tennisspielers, kommt es entweder zu Rissen in der Muskulatur oder in der Achillessehne. Häufig finden wir bei Tennisspielern dann die Spontanruptur der Achillessehne.

Prophylaktisch sollte dem Sportler und arbeitenden Menschen eine Spannungsminderung der dorsalen Muskulatur empfohlen werden. Diese kann er durch selbständige Dehnübungen oder durch therapeutische Maßnahmen erfahren,  wie sie die Myoreflextherapie bietet. Das dauerhafte Tragen von Schuhen mit erhöhten Absätzen ist zu vermeiden, da diese mechanisch bereits Verkürzungen der Wadenmuskulatur und der zugehörigen Achillessehne provozieren.

Im Falle der vollständigen Achillessehnenruptur ist diese durch Naht wiederherzustellen. Am besten geeignet ist eine minimal invasive Technik mit Durchflechtung einer PDS-Kordel und einem adaptieren der Sehnenenden. Auch die konservative Therapie ist bei guter Adaptation der Sehnenenden mit einem „Adimedprostabilschuh“ denkbar. Die konservative und die minimal invasive Therapie sind von den Endergebnissen, was Funktion und Flexibilität betrifft, gleichwertig.

Die Nachbehandlung der operierten Achillessehne sollte früh funktionell mit rascher Vollbelastung auf der ebenen Strecke, allerdings vermindertet Belastung beim Treppensteigen, erfolgen. Die komplette Entlastung, wie sie vielerorts noch propagiert wird, bringt keine Vorteile.

Die Haglund-Exostose sollte am ehesten nicht operiert werden, da die Entfernung der Kalkanteile lediglich zur Verbesserung des Röntgenbefundes führt und die Beschwerden nicht wirklich nimmt. Zudem setzt die operative Technik Verletzungen der Achillessehne mit einer drohenden Ruptur Gefahr.